Leistungsorientierung
Unsere IdeenCarolin Wilk
Den Schülern aufzeigen, was sie zu leisten im Stande sind.
Dabei steht nicht unbedingt das fachliche Beherrschen von Sachverhalten im Vordergrund, sondern das Handwerkzeug, die Methode, die die Schüler geübt einsetzen können, um Herausforderungen zu bewältigen. Ich denke, das motiviert zum weiteren Lernen und stärkt die Persönlichkeit.
Denn mit einem großen Repertoire an Arbeitstechniken sind sie besser auf das Leben vorbereitet als beispielsweise mit Hunderten von Geschichts-zahlen im Gedächtnis.
Damit Schüler und Lehrer dies gemeinsam umsetzen können, ist Ordnung und Strukturiertheit, sowohl in den Köpfen als auch in der Lern-umgebung, für mich eine Grundvoraussetzung.
Außerdem darf Leistungsorientierung nicht als eine Art „Ellenbogentaktik" angesehen werden. Um gute Leistungen zu erzielen, ist es ebenfalls wichtig, sich in das Kollektiv einzufügen und hier konstruktiv mitzuarbeiten.
In der Theorie hört sich das alles relativ simpel an.
Es ist jedoch schwer durchführbar, wenn die Schüler nicht selbst eine gewisse Portion Leistungsbereitschaft mitbringen. Der Schüler sollte, genau wie ich als Lehrkraft, sein Bestes geben wollen.
Karsten Schreck
Leistungsorientiertes Lernen bedeutet für mich,
den Unterricht auf eine vertiefte fachspezifische Allgemeinbildung auszurichten, die den Schüler zur ständigen Ergänzung und Erneuerung seines Wissens und Könnens befähigt; wissenschaftsorientiert und bis zu einem gewissen Grade bereits wissenschafts-propädeutisch ist, indem der Schüler allmählich in jene wissenschaftliche Fragestellungen und Arbeitsweisen eingeführt wird, die für intensives geistiges Arbeiten unverzichtbar sind.
Dabei spielt für mich das exemplarische Lernen eine besondere Rolle im Unterricht, da es keine reine Wissensvermittlung darstellt, sondern geeignet ist, dem Schüler einen hinreichend repräsentativen Einblick in die jeweilige Wissenschaft zu gewähren.
Silke März
"Behandle die Menschen so, als wären sie, was sie sein sollten, und du hilfst ihnen zu werden, was sie sein können." J. W. Goethe
An unserem leistungsorientierten Schulzentrum zu unterrichten, bedeutet für mich, jeden Schüler in seiner Individualität anzunehmen.
Ich möchte meine Schüler ermutigen, ihrem Wissen und Können sowie ihren Erfahrungen stärker zu vertrauen, um aus eigener Kraft, mit wenigen Impulsen von außen, ihre Ziele zu erreichen.
Es ist mir wichtig Situationen zu schaffen, in denen die Schüler erleben können, dass eine mit Anstrengung gemeisterte Aufgabe zu einer tiefen Befriedigung führt, ja sogar glücklich machen kann.
"Erfolg ist die Gewohnheit, sich in die richtige Richtung zu bewegen, bis man sein Ziel erreicht hat." Michael Klose, Unternehmensberater
Elke Valtin
`Meine Hoffnung
In deinem Alter, mein Kind,
hat jeder Mensch noch Gründe,
anzunehmen,
er könnte
fliegen wie laufen
lernen.
Ich werde mich hüten,
dich aufzuklären.
Vielleicht
bin doch ich es,
der sich irrt.
Heinz Kahlau`
Dieses eine meiner Lieblingsgedichte bringt - poetisch und verdichtet - meine Botschaft zum Ausdruck. Ich kann sie nur mit meinen Worten kommentieren: Ein Lehrer ist jemand, der anderen Menschen etwas beibringt?
Ja, natürlich - das entspricht der allgemeinen Vorstellung von diesem Beruf. Heute weiß ich, was diesen Beruf zu einer wirklichen Bereicherung macht: ein kleines bisschen Demut, eine offen gelassene Tür für den Gedanken, den Heinz Kahlau in seinem Gedicht formuliert...
Das verlangt einerseits, auch Altbekanntes immer wieder zu hinterfragen, und andererseits die Bereitschaft, sich als Lehrer von seinem Schüler überraschen zu lassen.