Leistungsorientierung
Unsere IdeenFriederike Hoffschildt
„Bildung geschieht durch Selbstständigkeit und zweckt auf Selbstständigkeit ab.“ – Johann Gottlieb Fichte (Philosoph)
Das Erwerben von Wissen und Fähigkeiten ist häufig ein steiniger Weg, den man selbst, aber nicht allein, bestreiten muss. Als Lehrerin sehe ich es als meine Aufgabe an, die Schülerinnen und Schüler auf diesem Weg zu begleiten. Sie lernen, schwierige Situationen mit Ruhe und Verstand zu bewältigen und Hilfestellungen anzunehmen.
Um Ihnen diese Kompetenz zu ermöglichen, gestalte ich meinen Unterricht methodisch-didaktisch vielfältig. Durch komplexe und leistungsorientierte Aufgabenstellungen sowie zielgerichtete Methoden eignen Sie sich die Fähigkeit an, Problemen auf unterschiedlichste Weise zu begegnen und diese zu lösen.
Dabei sollte die eigenen Kreativität und individuelle Herangehensweise am Ende gefördert werden. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln somit über die Jahre hinweg eine wachsende Selbststätigkeit, die Sie dazu befähigt, Zusammenhänge zu erkennen, eigene Lernwege zu gestalten und Ihr Handeln stets kritisch zu prüfen. Diese Kompetenzen bilden die Grundlage ihres leistungsorientierten Denkens und Lernens – verstanden als Fähigkeit, Herausforderungen selbstständig, reflektiert und lösungsorientiert zu bewältigen.
In meinen Jahren als Schülerin dieser Schule entwickelten sich meine Leidenschaften für das Lesen, Hinterfragen, Ausprobieren und Debattieren. Diese Begeisterung versuche ich nun auch bei den Schülerinnen und Schülern in den Fächern Deutsch und Philosophie zu entfachen.
Daniel Repaŝi
Das Wort Leistung bezeichnet im Deutschen sowohl eine Tat als auch das Ergebnis einer Arbeit, ein Werk und einen Verdienst. Das bedeutet, wenn ich agiere, leiste ich etwas.
Auf das Ergebnis meiner Tat, evtl. ein Werk, wird irgendwann reagiert werden. Diese Reaktion verdeutlicht meinen Verdienst. Vielleicht bin ich selbst der einzige, der auf meine Tat reagiert, und meine Reaktion zeigt sich nicht in einer weiteren Tat, sondern im Zufrieden sein.
Ist der Verdienst dann hoch? Ist er auch gerechtfertigt?
Spätestens an dieser Stelle wird mir deutlich, dass ich einen Maßstab, also Werte brauche, an denen ich mich orientieren kann, um einschätzen, bewerten, beurteilen und wertschätzen zu können. Gleichfalls wird mir bewusst, dass ich automatisch das Wort Leistung mit Qualität oder mit einem Wert verbinde.
Aus diesem Grund verwende ich den Satz: ,Das habe ich geleistet.", wenn ich damit zum Ausdruck bringen möchte, dass meine Tat von hoher Qualität, etwas Wertvolles, etwas Besonderes ist bzw. war.
Wenn ich leistungsorientiert bin, versuche ich nicht nur Taten mit geringer Qualität sowie Wert- oder Niveauloses zu vermeiden, sondern Kenntnisse und Fertigkeiten einzubringen, um Gutes und Besseres zu schaffen. Mich dabei zu engagieren bedeutet für mich, durchaus auch an meine Grenzen zu stoßen. Darin liegt ein Reiz versteckt, denn auf diesem Weg bin ich in der Lage, meine Grenzen zu entdecken, mich selbst zu verbessern und damit meine Grenzen auszudehnen.
Wichtig ist dabei ebenfalls, dass die Urteile wie z.B. das Gering sowie das Gut und das Besser aus Werten und Maßstäben resultieren, die mir bekannt sind, die ich als solche akzeptiere und die ich mitbestimme.
Dann stellt sich auch der von mir selbst verliehene Verdienst
- meine Zufriedenheit - ein.